Das Papierfoto bleibt erhalten.
Arbeite mit sauberen Händen auf einer sauberen, trockenen Fläche und fasse das Foto möglichst an den Rändern an. Wische oder reibe nicht über die Bildfläche. Hinweise zum Umgang mit unterschiedlichen Fotomaterialien bietet die Library of Congress.
Ein festgeklebtes Albumfoto musst du für eine erste Aufnahme nicht herauslösen. Öffne das Album nur so weit, wie es ohne Kraft möglich ist. Auch ein Scan ist kein Grund, einen empfindlichen Abzug unter einen Deckel zu pressen. Die National Archives empfehlen, beim Digitalisieren schonend vorzugehen und die Originale weiter aufzubewahren.
Ist das Bild brüchig, haftet es am Glas oder löst sich die Oberfläche, verzichte auf eigene Eingriffe. Eine digitale Kopie ersetzt nicht das Original.
Prüfe zuerst, was sich auf der Oberfläche spiegelt.
Beginne mit gleichmäßigem, indirektem Licht und ausgeschaltetem Blitz. Schau auf dem Kamerabild nach hellen Flecken, dem Spiegelbild des Smartphones und deinem eigenen Schatten. Bei glänzenden Abzügen oder Glas können Reflexionen Gesichter verdecken.
Verändere zunächst die Position zur Lichtquelle. Mach eine Probeaufnahme und kontrolliere gerade die hellen Stellen. Ein Bereich, der weiß überstrahlt ist, enthält in dieser Aufnahme kein erkennbares Gesichtsdetail. Versuche eine andere Beleuchtung, bevor du die ganze Sammlung aufnimmst.
Wenn sich die Spiegelung ohne riskanten Eingriff am Rahmen nicht vermeiden lässt, lass das Bild im Rahmen. Für ein empfindliches Original ist eine fachkundige Erfassung sinnvoller als das gewaltsame Öffnen.
Halte Kamera und Foto möglichst parallel.
Richte das Smartphone gerade über dem Foto aus, statt schräg von der Seite zu fotografieren. Die vier Bildkanten helfen bei der Kontrolle: Eine rechteckige Aufnahme sollte auf dem Kamerabild nicht stark trapezförmig wirken.
Erfasse zuerst das vollständige Bild mit etwas Rand. Schneide keine Köpfe, Hände oder Personen am Bildrand ab. Gehe so nah heran, dass das Foto den Bildausschnitt gut ausfüllt und die Kamera noch scharfstellen kann. Verzichte auf digitalen Zoom, um fehlende Details zu ersetzen.
Halte das Gerät ruhig, stelle auf das Foto scharf und prüfe die Aufnahme anschließend. Eine automatische Perspektivkorrektur kann hilfreich aussehen; bewahre trotzdem auch eine unveränderte Aufnahme auf.
Vergrößere die Gesichter, bevor du weitermachst.
Prüfe die gespeicherte Datei und nicht nur die kleine Kameravorschau. Öffne sie größer und vergleiche sie mit dem Papierfoto.
- Schärfe: Sind Augen, Mund und Konturen so gut erkennbar, wie es der Abzug zulässt? Prüfe bei Gruppen auch die kleinen Gesichter.
- Licht: Liegen Spiegelungen oder Schatten über Personen? Verschwinden helle oder dunkle Bildteile?
- Form: Wirken die Menschen durch den Aufnahmewinkel gestaucht oder verzogen?
- Vollständigkeit: Ist das ganze Foto enthalten, einschließlich wichtiger Randdetails?
Vergleiche zwei Probeaufnahmen, bevor du weitere Bilder aufnimmst. Behalte die Fassung mit besser erkennbaren Details. Eine größere Dateizahl oder eine höhere Megapixelangabe allein ersetzt diese Sichtprüfung nicht.
Übertrage die ursprüngliche Aufnahme.
Bewahre die Originaldatei auf. Wenn du einen Ausschnitt oder eine Bearbeitung brauchst, speichere dafür eine zusätzliche Kopie. Ein Screenshot der Aufnahme oder eine kleine Nachrichtenvorschau ist kein gleichwertiger Ersatz für die ursprüngliche Datei.
Achte beim Übertragen darauf, ob der gewählte Weg Bilder verkleinert oder komprimiert. Wähle die Übertragung der ursprünglichen Datei, wenn sie angeboten wird, und prüfe danach noch einmal die Gesichter. Notiere bekannte Namen, Anlass und Jahr zur Aufnahme.
Für eine spätere Animation hilft anschließend die Fotoauswahl mit Checkliste. Sie unterscheidet die Erkennbarkeit im Ausgangsfoto von der Qualität einer erzeugten Bewegung.